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Merkblatt für schriftliche Arbeiten*

(*Dies sind meine persönlichen Vorstellungen, die zwar sicher nicht völlig untypisch sind, aber genauso sicher auch nicht mit den Vorstellungen aller anderen DozentInnen identisch. Stand: 2006

siehe auch Merkblatt zu Hausarbeiten und Referaten von B. Stiebels

1. Vorphase

1.1 Absprachen zur Arbeit
1.2 Aufarbeitung eines Textes

2. Inhaltliche Anlage der Arbeit

2.1 Voraussetzungen: Was gehört in die Arbeit, was nicht?
2.2 Gliederung

3. Umgang mit Quellen

3.1 Wie stellt man den Inhalt von anderen Texten dar?
3.2 Verbindung mehrerer Texte

4. Formales

Titelblatt, Beispiele, zitierte Wörter, Fußnoten, Literaturangaben, Form, Fehler, Formatierung, Umfang, Abgabe

1. Vorphase

1.1 Absprachen zur Arbeit

Themenabsprache. Bevor sie eine Seminararbeit anfangen, sollten Sie die Arbeit auf jeden Fall mit der betreffenden DozentIn ausführlich besprechen. Klären Sie ab, was die Arbeit inhaltlich umfassen soll, welche Literatur genau Sie berücksichtigen sollen, wie die Arbeit angelegt werden kann. Sprechen Sie über Länge, Form, Gestaltung der Arbeit. Verschiedene DozentInnen haben darüber oft verschiedene Vorstellungen. Jede Seminararbeit ist ein individueller Vorgang, dessen genaue Details zwischen der VerfasserIn und der DozentIn geregelt werden müssen. Fragen Sie: Was sind für die DozentIn die wichtigsten Bewertungskriterien? Worauf legt sie oder er den meisten Wert?

Konzeptbesprechung. Schreiben Sie nicht einfach drauflos, sondern erarbeiten Sie sich ein Konzept. Besprechen Sie das Konzept, zumindest bei größeren Arbeiten, in einer zweiten Besprechung. Viel zu fragen und zu besprechen ist nicht ein Zeichen von Doofheit, sondern von Umsicht. Eine gute Vorbesprechung kann beiden Seiten viel Zeit sparen!

1.2 Aufarbeitung eines Textes

Die zugrunde gelegte Literatur muss vor Beginn der Arbeit gründlich aufgearbeitet werden. Lesen Sie jeden Text zunächst einmal ganz durch, um festzustellen, inwiefern er für Ihr Thema relevant ist. In einem zweiten Durchgang erarbeiten Sie sich ein möglichst genaues Textverständnis.

Bei anderssprachigen Texten: Wörterbucharbeit. Sie sollten den Text auf jeden Fall sprachlich richtig verstehen, auch wenn das viel Nachschlagarbeit bedeutet. Erraten Sie nicht einfach den Sinn, dabei kann man gravierende Fehler machen. Beißen Sie sich aber auch nicht an hartnäckig unverständlichen Stellen fest. Manches wird dann später doch klar. Und natürlich gibt es einfach Texte (leider), die stellenweise unverständlich sind.

Bei allen Texten: In jedem Text gibt es wichtige Fachbegriffe, die für das Verständnis des Textes ausschlaggebend sind. Manche Fachbegriffe werden in den Texten selbst eingeführt und definiert. Achten Sie besonders auf solche Stellen. Andere Fachbegriffe werden als bekannt vorausgesetzt. Sie finden sie dann entweder in anderen Texten definiert, auf die in dem Text verwiesen wird (Literaturverzeichnis) oder - mit etwas Glück - in Fachwörterbüchern erläutert (für sprachwissenschaftliche Arbeiten z.B. Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft, FB Germanistik/ Sprachwiss.). Wenn Sie sich in die Thematik erst einarbeiten, ist es für Sie unter Umständen nicht immer möglich zu entscheiden, ob ein bestimmter Ausdruck als Fachbegriff oder alltagssprachlich verwendet wird. Versuchen Sie das im Zweifelsfall zu klären.

Machen Sie sich klar, wie der Text angelegt ist. Die meisten Texte aber sind argumentativ. Sie beschreiben ein bestimmtes Phänomen, stellen dar, wie es von anderen AutorInnen behandelt wird, und argumentieren für eine alternative Behandlung.

Erarbeiten Sie sich eine Gliederung des Textes. Dabei helfen natürlich, falls vorhanden, Gliederungssignale in den Texten: Überschriften, Unterteilungen in Abschnitte und Unterabschnitte. Aber manche Texte sind nur wenig gegliedert. Gehen Sie den Text abschnittweise durch und stellen Sie dabei fest, wie die Feingliederung des Textes angelegt ist. (Geht es in diesem Absatz noch weiter um dasselbe, oder wird hier ein neuer Punkt angeschnitten? Der Absatz beginnt mit "zweitens", wo ist das "erstens"? Gibt es ein "drittens"? usw.) Erstellen Sie eine Feingliederung mit eigenen Stichworten.

Bei argumentativen Texten: Machen Sie sich die Argumentation klar. Von welchen Voraussetzungen wird ausgegangen? Um welche Probleme geht es genau? Welche Position wird wem zugeschrieben? Was für Argumente werden dagegen vorgebracht? Zu welchen Schlussfolgerungen kommt die AutorIn? Suchen Sie nach den Kernaussagen: Formulierungen von Standpunkten, Zusammenfassungen von Thesen und Schlussfolgerungen. Fragen Sie sich immer wieder: Was soll dieser Punkt hier? In welchem Zusammenhang steht er? Was ist das Wesentliche? Jeder Text enthält (mehr oder weniger) deutliche Hinweise in diese Richtung. Viele Texte haben eine ziemlich einfache Struktur.

2. Inhaltliche Anlage der Arbeit

2.1 Voraussetzungen: Was gehört in die Arbeit, was nicht?

Eine Seminararbeit soll inhaltlich in sich geschlossen sein, das heißt: ohne weitere Lektüre verständlich. Sie dürfen z.B. nicht die Kenntnis der verarbeiteten Texte voraussetzen. Alles, was Sie für Ihre Behandlung des Themas für wichtig erachten, muss auch in die Arbeit aufgenommen werden. Andererseits sollen Sie natürlich nicht in jeder Arbeit bei Adam und Eva anfangen. Sie dürfen die Grundbegriffe des Gebiets, aus dem das Thema stammt, als bekannt voraussetzen, es sei denn, es geht gerade thematisch um solche Begriffe. Aber alle Voraussetzungen, die speziell zu Ihrem Thema gehören, müssen Sie in der Arbeit selbst schaffen. Die Arbeit sollte für alle verständlich sein, die dieselben Voraussetzungen haben, wie Sie hatten, bevor Sie damit begonnen haben, z.B. für alle die dasselbe Seminar besucht haben, sich aber mit Ihrem Thema nicht befasst haben.

2.2 Gliederung

Gliederung der Arbeit. Legen Sie die Arbeit von vornherein gegliedert an. Unterteilen Sie in (Faustregel) 4 bis 5 Abschnitte bzw. Kapitel, die Sie nummerieren und mit informativen Überschriften versehen. Unterteilen Sie die großen Abschnitte wenn sinnvoll in Unterabschnitte. Versehen Sie auch die Unterabschnitte mit einer Zählung (1.1, 1.2 usw.) und einer Überschrift. Legen Sie die Unterabschnitte nicht zu klein an (Faustregel: nicht unter einer Seite). Eine noch weiter gehende Unterteilung in Unterunterabschnitte ist im Allgemeinen nicht sinnvoll. Vermeiden Sie Erklärungen wie "Ich komme jetzt auf das und das zu sprechen". Machen Sie stattdessen eine Zwischenüberschrift mit dem Inhalt, den Sie jetzt ansteuern wollen.

Machen Sie eine sinnvolle Einteilung in Absätze! Absätze sind größere gedankliche Einheiten. Beginnen Sie also nicht mitten in einer Überlegung einen neuen Absatz; andererseits sollten Sie einen neuen beginnen, wenn Sie eine neue Überlegung beginnen. Häufiger Fehler: sinnlose Absätze mehr oder weniger nach jedem Satz.

Eine gute Einleitung führt auf allgemeinverständliche Weise in das Thema ein und skizziert den Gedankengang der Arbeit. Verfassen Sie nicht einfach ein zweites, in Sätze gekleidetes Inhaltsverzeichnis, sondern machen Sie deutlich, worum es konkret gehen wird. Dafür muss man oft zentrale Begriffe auch schon informell einführen. Zum Beispiel sollten Sie in einer Arbeit mit dem Titel "Konversationelle Implikaturen" schon in der Einleitung verständlich machen, was Implikaturen sind - ohne der eigentlichen ausführlichen und genauen Einführung dieses Konzepts im Hauptteil der Arbeit vorzugreifen. Formulieren Sie die Fragestellungen (nicht unbedingt in Frageform), mit denen sich die Arbeit auseinandersetzt.

Das Wichtigste im Hauptteil der Arbeit ist die Kohärenz Ihres Textes. Versuchen Sie, möglichst viele Bezüge innerhalb der Arbeit zu schaffen, die Arbeit als sinnvolles Ganzes zu gestalten. Wenn z.B. die Arbeit aus einem theoretischen Teil und einem Anwendungsteil besteht, müssen Sie im theoretischen Teil alles bereitstellen, was Sie im Anwendungsteil brauchen; Sie sollen aber auch im Anwendungsteil auf den theoretischen Teil zurückgreifen: die dort entwickelten Gesichtspunkte wieder aufgreifen und die bereitgestellten Begriffe anwenden.

  • Legen Sie einen durchgehenden in sich logischen und nachvollziehbaren Gedankengang an, der sich als roter Faden durch die Arbeit zieht und sie von der Einleitung bis zum Schluss trägt. Das ist Ihre Aufgabe und die eigentliche Leistung bei einer solchen Arbeit. Denken Sie nicht, das sich ein Gedankengang schon dadurch ergibt, dass Sie verschiedene Literatur zum Thema abarbeiten oder einzelne Unterpunkte des Themas nacheinander abhandeln.
  • Ordnen Sie das Thema  in den größeren Zusammenhang, z.B. in die Thematik des gesamten Seminars ein. Beschreiben Sie dann explizit, worum es konkret in Ihrer Arbeit geht. Unter Umständen kann die genaue Beschreibung der Problematik ziemlich viel Raum erfordern, z.B. dann, wenn Sie sich mit dem Für und Wider verschiedener Erklärungsansätze zu einem bestimmten Problem befassen. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie alle speziell für Ihre Thematik benötigten Fachbegriffe einführen und erklären. Fast zu jedem Thema gibt es tragende Begriffe, mit deren genauer Definition und Begründung ein Gutteil der gesamten Überlegungen steht oder fällt.
  • Achten Sie darauf, dass alle Teile Ihrer Arbeit inhaltlich aufeinander bezogen sind. Häufiger Fehler: Am Beginn der Arbeit wird ein Aspekt behandelt, werden Begriffe eingeführt, die später überhaupt nicht wieder aufgegriffen werden. Dann stimmt etwas nicht: entweder war der erste Teil gar nicht nötig oder der zweite ist nicht ordentlich angeschlossen.
  • Beachten Sie die Hinweise zur Integration von Inhalten aus verschiedenen Quellen.

Ein guter Schluss ist nicht einfach nur eine (überflüssige) Kurzfassung der Arbeit, in der Sie sich nur wiederholen. Versuchen Sie, mit etwas Abstand ein Resümee zu ziehen: Was sind die Ergebnisse für die Fragestellungen, die Sie in der Einleitung formuliert haben? Welche Fragen wurden geklärt, welche bleiben offen? Was haben die theoretischen Überlegungen und evtl. deren Anwendung "gebracht"?

3. Der Umgang mit Quellen

3.1 Wie stellt man den Inhalt von anderen Texten dar?

Fremdes und Eigenes

Sie stellen den Inhalt mit eigenen Worten dar. Lösen Sie sich in den Formulierungen - nicht im Inhalt - von der Vorlage! Die Umsetzung in eigene Formulierungen ist ein wichtiger Teil der eigenen Leistung. Übernehmen Sie allerdings die Original-Ausdrucksweisen aus dem Text, wenn es unbedingt auf die genaue Formulierung ankommt: Das ist generell der Fall bei der genauen Definition von Fachbegriffen, bei behandelten Beispielsätzen, bei der Formulierung von Kernthesen und bei der Übernahme von Daten in Form von Beispielen, Tabellen etc. Solche Textstellen beschränken sich in der Regel auf einen Satz oder jedenfalls sehr wenige Sätze. Übernehmen Sie nicht einfach ganze Passagen normalen Texts. Im Wortlaut übernommene Textstellen müssen als Zitate hervorgehoben werden. Das heißt: Anfang und Ende des Zitats müssen klar gekennzeichnet sein, z.B. durch Anführungsstriche und/oder Einrückung im Text (nur bei längeren Zitaten); bei jedem Zitat muss angegeben werden (in Klammern dahinter, keine Fußnoten), wo in welchem Text es steht.

  • Wichtig ist beim Referieren, dass Sie auf keinen Fall an den Texten entlang arbeiten, z.B. Absatz für Absatz (völlig unzulässig: Satz für Satz). Dann übernehmen Sie nämlich den kompletten Gedankengang aus der Quelle; Sie sollen aber Ihren eigenen aufbauen.

Auch wenn Sie den Inhalt in eigenen Formulierungen darstellen, müssen Sie den Inhalt als die Überlegungen eines Dritten darstellen. Schreiben Sie zum Beispiel nicht einfach: "Es gibt konstative und performative Äußerungen." - das würde wie Ihre eigene Position klingen - sondern "Austin unterscheidet zwischen konstativen und performativen Äußerungen. Darunter versteht er ...". Wie Sie klar machen, wessen Position Sie darstellen, bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie das konsequent durchhalten, wird auch klar, an welchen Stellen Sie eventuell eigene Überlegungen anstellen. Auf jeden Fall muss im Text ganz deutlich werden, wo es sich um die Überlegungen Dritter und wo um Ihre eigenen handelt.

Wie gehen Sie mit anderssprachigen Fachbegriffen und Textstellen um?

Seien Sie zurückhaltend mit eigenen Übersetzungen! Zitate werden generell in der Originalsprache wiedergeben. Wenn Sie deren Kenntnis nicht voraussetzen möchten, können Sie eine eigene Übersetzung zusätzlich angeben.

Mit anderssprachigen Fachbegriffen müssen Sie unterschiedlich verfahren. Für manche solcher Begriffe gibt es feststehende deutsche Entsprechungen, z.B. 'utterance'/ 'Äußerung'. Für andere ist es üblich geworden, sie auch im Deutschen zu benutzen, z.B. 'Turn'. Wenn ein solcher Ausdruck im Deutschen integriert verwendet wird, fällt er auch unter die deutschen Rechtschreiberegeln. Englische Nomen werden dann also im Deutschen groß geschrieben ("der zweite Turn ..."). Wenn weder das eine noch das andere vorliegt, können Sie selbst eine angemessene Übersetzung versuchen. Übernehmen Sie dann aber nicht einfach irgendwas aus dem Wörterbuch, denn das passt in den wenigsten Fällen. Und machen Sie ganz deutlich, welchen Original-Fachbegriff Sie damit übersetzen, z.B. indem Sie hinter Ihrer eigenen Übersetzung das Original in Klammern angeben.

Es versteht sich von selbst, dass anderssprachige Beispiele nur dann durch deutsche ersetzt werden dürfen, wenn ganz klar ist, dass sich die betreffenden Überlegungen auch wirklich übertragen lassen.

3.2 Verbindung mehrerer Texte

In der Regel werden Sie Ihrer Arbeit mehrere Texte zum gleichen Thema zugrundelegen.

Sie müssen die Überlegungen aus mehreren Quellen in einem kohärenten Text zusammenführen. Vermeiden Sie es, einfach verschiedene Quellen nacheinander zu referieren. Überlegen Sie, wie Sie die Inhalte in einen Abschnitt integrieren können.

  • Machen Sie sich klar, inwieweit die Texte Dopplungen/Übereinstimmungen enthalten, und referieren Sie nicht doppelt. Häufiger Fehler: zwei Texte zu demselben Inhalt werden einfach nacheinander referiert, als hätten diese beiden Passagen Ihrer Arbeit nichts miteinander zu tun.
  • Entnehmen Sie den Texten nur diejenigen Inhalte, die für Ihr Thema einschlägig sind: Selektiv das relevante referieren.
  • Terminologie: Achten Sie darauf, ob die Quellen terminologisch kompatibel sind: Werden dieselben Termini gleich definiert und verwendet oder unterschiedlich? Wenn ja, legen Sie sich auf eine Verwendung fest, damit Sie in Ihrer Arbeit eine einheitliche Terminologie verwenden
  • Inhaltliche Beziehungen.Klären Sie schließlich, wie sich die Texte auf der argumentativen Ebene zueinander verhalten. Welche Voraussetzungen und Positionen werden geteilt? Wie verhalten sich die zentralen Aussagen der Texte zueinander? Geht der eine Text in seinem Untersuchungsgegenstand und seinen Aussagen lediglich ergänzend weiter als der andere? Werden Positionen des einen Textes in dem anderen differenziert? Oder kommt der eine Text zu Ergebnissen, die denen des anderen widersprechen? Wenn ja, wie erklärt sich die Diskrepanz?

4. Formales

Seminararbeiten sind sachliche Darstellungen eines Themas auf der Basis bestimmter Texte. Sie sollten daher möglichst objektiv gehalten sein und klar verständlich.

Titelblatt. Das Titelblatt soll den genauen (= vorgegebenen) Titel der Arbeit tragen. Dazu folgende ngaben, die notwendig sind, um Ihnen einen Schein für die Arbeit auszustellen: voller Name, Matrikelnummer, Studiengang, Lehrveranstaltung, Semester, Dozent. Dazu für die Rückmeldung E-Mail-Adressen, Telefon und Postadresse.

Beispiele. Für sprachliche Beispiele gibt es feste Konventionen in der Lingustik. Sie werden durchlaufend nummeriert und als eigene Absätze, links eingerückt und mit etwas zusätzlichem Abstand vor und nach, in den Text eingebaut.

(14) Dies ist ein Beispiel für ein Beispiel

Dadurch kann man sich im Text leicht auf die Beispiele beziehen ("In Satz (14) ist das Subjekt ein Neutrum."). Wenn Sie Beispiele aus anderen Texten übernehmen, müssen Sie sich entscheiden, ob es sinnvoller ist, die Originalnummerierung oder Ihre eigene anzuwenden. Bei Originalbeispielen, die Symbole enthalten, die Sie selbst nicht ohne weiteres erzeugen können, fügen Sie am besten einen Scan aus dem Originaltext ein.

Fremdsprachige Beispiele werden "glossiert" (achten Sie auf Beispiele in Vorlesungsskripts oder in der Literatur; professionelle Anleitung enthalten die Leipziger Glossierungsregeln).

Zitierte Wörter werden im Text durch Kursivschrift abgesetzt, z.B.:  "Das Adjektiv immatrikuliert ist nicht steigerbar." Bei nummerierten Beispielen können Sie normale oder KUrsivschrift verwenden.

Fußnoten. Ein beliebtes Thema. Mein Rat: Vermeiden Sie Fußnoten. Das Hinundherspringen zwischen Fußnoten und Text ermüdet beim Lesen. Bloße Stellenangaben können Sie in Klammern in den Text einfügen. Größere Anmerkungen in Fußnoten sollten Sie vermeiden. Entscheiden Sie sich: Ist der Gedanke wichtig? Dann sollten Sie versuchen, ihn in den Haupttext zu integrieren. Oder möchten Sie da nur mal etwas antippen, ohne sich aber die Mühe zu machen, es ordentlich an den Gedankengang anzubinden? Dann überlegen Sie sich, ob das eigentlich wirklich etwas bringt. Anmerkung: Andere DozentInnen haben z.T. andere Richtlinien zum Thema Fußnoten.

Literaturverweise. Wenn Sie dem Inhalt nach oder wörtlich etwas aus der Literatur übernehmen, müssen im Text einen Literaturverweis machen. In der Linguistik ist es üblich, solche Verweise in der folgenden Form zu machen:
AUTOR(JAHR:SEITEN), z.B. "Levinson (1983: 223-225). Wenn Sie sich auf mehrere Publikationen desselben Autors aus demselben Jahr beziehen, unterscheiden Sie sie, indem Sie der Jahreszahl in den Verweisen und in dem Literaturnachweis kleine Buchstaben a, b, c usw. hinzufügen, zum Beispiel "Müller(2003a: 199)".

Der Literaturnachweis. Am Ende der Arbeit müssen Sie die Literatur angeben, auf die Sie im Text verweisen. Wenn Sie also auf "Levinson (1983)" verweisen, müssen Sie im Literaturnachweis genau sagen, was das ist. Die Literaturangaben müssen nach Autor alphabetisch angeordnet werden. Für die Formatierung gilt prinzipiell: der Titel der Gesamtpublikation (Buch, sammelband, Zeitschrift) wird kursiv geschrieben. Beispiele:

Für Monographien (= von einer AutorIn verfasstes Buch):

Levinson, Steven (1983): Pragmatics. Cambridge: Cambridge University Press.

Für Aufsätze in Sammelbänden mit HerausgeberInnen:

Grice, Paul J. (1979): Logik und Konversation. In: Georg Meggle (Hrsg.): Handlung, Kommunikation, Bedeutung. Frankfurt: Suhrkamp. S.243-265.

Für Aufsätze in Zeitschriften:

Pienemann, Manfred (1978): Deutsch als Fremdsprache für ausländische Arbeiterkinder. Studium Linguistik 6: 23-38.

Achtung: In anderen Fächern werden z.T. andere Konventionen für Literaturangaben angewendet.

Sie können zusätzlich weitere Titel angeben, die Sie zur Arbeit gelesen haben. Bei gewissenhaftem Umgang mit den Quellen müssten Sie diese Texte aber entweder sowieso in Ihrer Arbeit erwähnen, oder Sie haben sie halt doch nicht wirklich einbezogen.

Form. Jede Arbeit muss mit PC oder Schreibmaschine geschrieben sein. Schreiben Sie anderthalbzeilig. Nummerieren Sie die Seiten. Lassen Sie genügend Rand für Anmerkungen, z.B. links, rechts, oben und unten 3 cm.

Fehler. Zu einer ordentlichen Form gehört auch die Vermeidung von Fehlern: Grammatik-, Rechtschreib- und Zeichenfehler, falsch geschriebene Namen, fehlerhafte Zitate etc. sind absolut vermeidbar und machen, nicht zuletzt gerade bei Linguisten, einen sehr schlechten Eindruck!

Formatierung. Schriftgröße 12 pt. Benutzen Sie Blocksatz, machen Sie am Ende einen Trenndurchlauf, damit die Zeilen nicht zu weit auseinandergezogen werden. Schreiben Sie 1,5-zeilig; lassen Sie oben und und unten und seitlich 3 cm Rand. Drucken Sie nicht doppelseitig. Überschriften werden nicht unterstrichen, sondern durch größere Schrift und/oder Fettdruck und größen Absatnd vor und nach abgehoben. Versuchen Sie insgesamt die Formatierung ansprechend zu gestalten.

Umfang. Für den Umfang einer Hausarbeit gibt es normalerweise klare Vorgaben, z.B. 3000 Wörter für eine Proseminararbeit. Davon sollten Sie nicht um mehr als 10% nach unten und 20% nach oben abweichen.

Abgabe. Geben Sie die Arbeit ausgedruckt und in elektronischer Form ab; für die elektronische Abgabe genügt eine Zusendung per E-Mail. Bitte senden Sie nicht gesonderte Dateien fpür Titelblatt etc. Es ist kein Problem, alle Teile der Arbeit in ein Dokument zu packen. Geben Sie der Datei einen Namen, der es erlaubt, sie als Ihre Arbeit zu identifizieren.